Eine Domain verkaufen
Ein Verkauf besteht aus drei Teilen: den Namen verkaufsfähig machen, ihn sichtbar machen und die Übergabe absichern. Die meisten gescheiterten Verkäufe scheitern nicht am Preis, sondern an einem dieser drei Punkte.
01Vorbereitung
Vor jedem Angebot steht die Frage, ob der Name überhaupt übertragbar ist. Läuft die Registrierung noch lange genug, sind die Inhaberdaten aktuell, ist die im Registrar hinterlegte Adresse erreichbar? Eine abgelaufene E-Mail-Adresse im Inhaberdatensatz blockiert später jede Freigabe.
- Registrierung läuft noch mindestens einige Monate.
- Inhaberdaten und E-Mail-Adresse im Registrar sind aktuell.
- Transfersperre ist bekannt und lässt sich aufheben.
- Keine offenen Rechnungen beim bisherigen Registrar.
- Marken- und Namensrechte sind geprüft.
02Preisvorstellung festlegen
Zwei Wege sind üblich. Beim Festpreis steht die Vorstellung des Inhabers offen auf der Angebotsseite, was Anfragen filtert und Verhandlungen verkürzt. Beim Gebotsverfahren nennt der Interessent zuerst eine Zahl, was bei Namen sinnvoll ist, deren Wert stark vom Käufer abhängt. Wer keinen Anhaltspunkt hat, sollte zuerst die Bewertung durchgehen.
03Sichtbar machen
Der Name selbst ist der beste Werbeplatz. Wer den Namen parkt, zeigt jedem Besucher direkt, dass er zu haben ist. Ergänzend gehört der Name auf einen Marktplatz, den Käufer aktiv durchsuchen. Tappaya kombiniert beides und stellt jedem Namen eine eigene Angebotsseite bereit: https://www.tappaya.com/de
Was auf die Angebotsseite gehört
- Der Name selbst, gut lesbar, ohne Beiwerk.
- Ein Satz dazu, wofür der Name naheliegend ist.
- Ein Weg, ein Gebot abzugeben oder den Preis zu erfahren.
- Ein Hinweis darauf, dass die Abwicklung über eine Treuhandstelle läuft.
04Anfragen beantworten
Ernsthafte Anfragen erkennt man an konkreten Fragen: Endung, Übertragungsweg, Zeitrahmen. Anfragen ohne Absender, mit fremden Zahlungsanbietern oder mit angeblichen Gutachten gegen Vorkasse gehören zu den bekannten Mustern, die unter Betrug erkennen beschrieben sind. Antworten sollten sachlich und knapp bleiben, das Verhandlungskapitel steht unter Verhandlung.
05Abwicklung und Übergabe
- Einigung schriftlich festhalten, mit Name, Betrag, Währung und Übertragungsweg.
- Zahlung auf ein Treuhandkonto, nicht direkt an den Verkäufer.
- Transfersperre aufheben und den Auth-Code bereitstellen, oder den Namen registrarintern übertragen.
- Käufer bestätigt den Empfang im Zielkonto.
- Treuhandstelle gibt den Betrag frei.
Der technische Teil ist unter Domaintransfer im Detail beschrieben. Wie lange er dauert, hängt von der Endung ab: registrarinterne Übergaben sind oft am selben Tag erledigt, ein Wechsel des Registrars braucht länger.
06Häufige Fehler
- Der Name läuft während der Verhandlung ab.
- Der Auth-Code wird vor Zahlungseingang herausgegeben.
- Der Verkauf wird über einen Zahlungsdienst abgewickelt, der Rückbuchungen zulässt.
- Es gibt keine schriftliche Einigung, nur einen Chatverlauf.
- Der Name wird gleichzeitig auf mehreren Plattformen mit unterschiedlichen Preisen angeboten.