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Die einzelnen Wertfaktoren

Kein Merkmal entscheidet allein. Ein kurzer Name in einer unpassenden Endung bleibt schwer verkäuflich, ein längerer Name mit klarer Bedeutung findet dagegen oft einen Käufer.

01Länge und Aufbau

Kurz ist gut, aber nur solange der Name aussprechbar bleibt. Entscheidend ist die Zahl der Silben und nicht die Zahl der Zeichen: ein zweisilbiges Wort mit neun Buchstaben lässt sich leichter merken als eine sechsstellige Buchstabenfolge ohne Bedeutung. Bindestriche kosten Wert, weil sie am Telefon erklärt werden müssen. Ziffern ebenso, außer wenn sie Teil eines eingeführten Begriffs sind.

02Die Endung

Für ein Unternehmen mit deutschem Markt ist .de erste Wahl, für internationale Vorhaben .com. Andere Endungen sind nicht schlechter, aber ihr Käuferkreis ist kleiner und stärker auf ein Thema begrenzt. Die Unterschiede stehen im Kapitel Endungen.

03Bedeutung und Sprache

Ein Name mit Bedeutung erklärt sich selbst und spart Werbung. Dabei zählt die Sprache der Zielgruppe: ein deutsches Gattungswort unter .de spricht deutsche Käufer an, ein englisches Wort unter .com internationale. Mischformen aus zwei Sprachen sind fast immer schwächer als eine saubere Lösung in einer Sprache.

04Markenfähigkeit

Ein Kunstwort ohne Bedeutung kann sehr wertvoll sein, wenn es sich als Marke eintragen lässt, gut klingt und in keiner Sprache anstößig ist. Gattungsbegriffe lassen sich dagegen kaum schützen. Für den Käufer bedeutet das eine Abwägung: ein Gattungsbegriff bringt sofort Verständnis, ein Kunstwort bringt Alleinstellung.

05Suchnachfrage

Bei Gattungsbegriffen ist die Suchnachfrage ein Anhaltspunkt für den Käuferkreis. Sie sagt jedoch nichts darüber, wie viel Sichtbarkeit ein Name mitbringt. Ein passender Name allein bringt keine Platzierungen, das Kapitel Domain und Sichtbarkeit ordnet ein, was tatsächlich vom Namen abhängt.

06Historie

  • Alter der Registrierung. Ein lange registrierter Name wirkt gefestigt, mehr aber auch nicht.
  • Frühere Nutzung. Eine seriöse Vorgeschichte hilft, eine belastete schadet dauerhaft.
  • Verweise von außen. Bestehende Verweise können nützlich sein, wenn sie thematisch passen.
  • Sperrlisten. Namen, die in Spamfiltern gelistet sind, machen den E-Mail-Betrieb schwierig.

Die Vorgeschichte lässt sich über das Internet Archive und über eine Suche nach dem Namen prüfen. Bei abgelaufenen Namen ist dieser Schritt Pflicht, siehe Abgelaufene Domains.

07Rechtliche Lage

Ein Name, der einer eingetragenen Marke entspricht, ist für Dritte schwer zu nutzen und damit schwer zu verkaufen. Vor jedem Ankauf gehört eine Recherche in den Markenregistern dazu. Was dabei zu beachten ist, steht unter Markenrecht.